Hochsensibilität

Hochsensible Personen (HSP)

nehmen Sachen in ihrer Umwelt wahr, welche andere Menschen nicht wahrnehmen können. Hochsensible Personen sind emotional viel stärker berührbar und sie fühlen viel intensiver. Sie reagieren auf kleinste Veränderungen und verarbeiten aufgenommene Informationen tiefer und intensiver. Ihre Reizschwelle liegt tiefer und damit kann es bei ihnen schneller zu Reizüberflutung führen, wenn nicht genug Zeit und innere Bereitschaft für die Verarbeitung und Integration der Reize zur Verfügung stehen. Die Menschen „verbrennen“ und in dieser Zeit kann sich ein Burnout, eine Depression, eine Panik- oder Angststörung oder auch eine psychosomatische Schmerzstörung entwickeln. Daher brauchen HSP eine gute Abschirmung und eine gute Balance zwischen Zeit und Kraft, welche sie nach außen und welche sie für sich nach innen investieren.

Jeder fünfte in Deutschland hat eine erhöhte Empfindsamkeit, was als ein Wesenszug und nicht als eine Störung oder Erkrankung zu verstehen ist. Der Begriff „highly sensitive person“ wurde in den 90er Jahren von der amerikanischen Psychologin Dr. Elain Aron formuliert.

Sie bemerkte bei einem Teil ihrer Patienten, welche wegen Depression, Angst, Panik und Trauma kamen, dass sie bestimmte Persönlichkeitsmerkmale zeigten. Die moderne Hirn- und genetiscche Forschung hat festgestellt, dass auch 20% der Kinder und Tiere hochsensible Wesen sind und betrachtet diesen Wesenszug als eine evolutionäre Entwicklung. Unter den Mensche, die aufgrund einer psychischen Belastung oder Erkrankung therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, liegt der Anteil der hochsensibler Personen sogar bei etwas 50%.

Stellen Sie sich vor, Sie schauen im Kino erst einmal einen Film aus der letzten Reihe an und dann verändert sich der Film plötzlich in einen 3-D-Film, welchen Sie dann aus der ersten Reihen anschauen – so können Sie sich die Intensität der Wahrnehmung einer HSP vorstellen.

Die hochsensible Personen wissen lange Zeit nicht, dass nur sie diese Wahrnehmung haben, für sie ist das völlig normal.

Im Download-Bereich finden Sie einen Fragebogen zu Hochsensibilität (n. E. Aron), damit können Sie bei Verdacht testen, ob Sie evtl zu dem Kreis der HSP gehören. Das kann bei der Wahl der richtigen Unterstützung für Sie entscheidend sein.

Ich höre oft, dass es wenig Therapeuten, Gruppen oder therapeutisches Vorgehen zu finden sind, die für die Bedürfnissen der HSP passend sind.

Gerne begleite ich Sie bei der Suche nach dem was Ihnen persönlich hilft  und auf welche Weise. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich besser zu schützen, zu regenerieren, sich selber zu verstehen und im Leben gut zu platzieren. Gerne berate ich diesbezüglich auch Eltern hochsensibler Kinder. Gerne können wir auch betrachten die Unterschiede zwischen Hochsensibel, Autismusspektrum, ADHS oder psychische Problematik.

Folgendes kann bei HSP verstärkt beobachtet werden:

  • Intensives Wahrnehmen von Geräuschen, schwächere Gewöhnung an penetrante Geräusche, starke Reaktion auf intensiven Lärm
  • Empfindlichkeit für die Luftqualität
  • Feines Wahrnehmen von optischen Eindrücken wie Farben, Formen, Licht
  • Intensives Wahrnehmen von Hitze und Kälte
  • Feinwahrnehmen von Befindlichkeiten, Stimmugnen udn Beziehungsqualitäten
  • Gute Fähigkeit beim Zuhören
  • Großes Harmoniebedürfnis
  • Tiefes Bedürfnis Zusammenhänge zu verstehen, tiefe Reflexion, Nachdenken und Nachempfinden
  • Ausgeprägte Intuition
  • Lebhafte Vorstellungskraft
  • Intensive Träume
  • Langer emotionaler Nachklang des Erlebten
  • Tragishce Weltnachrichten wie Umweltkatastrophen oder Flugzeugabstürze werden belastend erlebt
  • Phasen von Weltschmerz
  • Gewissenhafte und ausgeprägte Gerechtigkeitssinn, hoher ethischer Standard
  • Hungergefühl können stark die Befindlichkeit beeinflussen
  • Erhöhte Schmerzempfindlichkeit
  • Viel HPS sind Spätentwickler
  • Viele HPS verlieben sich stärker und evtl. öfter

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